Erwartungen an die neue Bundesregierung:

– Neustart in der Klima- und Atompolitik notwendig
– Neue Umweltministerin übernimmt große Baustellen

Anti-Atomkraft-Initiativen und Anti-Braunkohle-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände fordern von der neuen Bundesregierung und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen Neustart in der Klima- und Atompolitik. Schulze übernimmt das Amt zu einer Zeit, da fast alle wichtigen Umweltthemen ungelöst sind: Deutschland verfehlt deutlich die selbst gesteckten Klimaziele 2020, das Beharren auf der Braunkohle und der Kohleverstromung ist klimapolitisch unverantwortlich, Deutschland steigt zu langsam aus der Atomenergie aus und beliefert weiterhin gefährliche Pannenreaktoren in Belgien, Frankreich, Finnland und der Ukraine mit Uranbrennstoff aus Gronau und Lingen – völlig ungelöst ist zudem die sicherstmögliche Atommülllagerung. Auch das Problem der mangelhaften Sicherheit alter Atomreaktoren in der EU wird im Koalitionsvertrag nur vage angesprochen.

„Wir erwarten deshalb von der neuen Bundesregierung und der Umweltministerin einen ambitionierten Neustart in der Klima- und Atompolitik. Die Klimaziele 2020 können durch schnelle Abschaltungen der dreckigsten Kohlekraftwerke noch erreicht werden. Darüber hinaus braucht es als Rahmen für die Kohlekommission ein verbindliches Kohleausstiegsgesetz, um aus der jetzigen Klima-Sackgasse herauszusteuern. Die Energieriesen RWE und EON sind derzeit allein mit sich selbst beschäftigt, aber nicht mit erneuerbarer Energiegewinnung, die nachhaltige und zukunftsfähige Arbeitsplatzperspektiven mit Klimaschutzgarantie bieten würde“, so Andreas Büttgen, Vorsitzender der Tagbaurand-Initiative „Buirer für Buir“.

„Im Bereich Klimaschutz und Kohlepolitik ist die rasche Verabschiedung eines verbindlichen Gesetzes zum Klimaschutz und Kohleausstieg zukunftsweisend, das die Einhaltung der Klimaschutzziele gewährleistet. Selbst im einstigen Zechenland NRW fordert eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung einen frühzeitigen Abschied von der klimaschädlichen Braunkohle. Hier muss es der Ministerin gelingen, einen tragfähigen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Neben der Atomenergie ist die Kohleverbrennung ein Auslaufmodell des 21. Jahrhunderts“, so Josef Tumbrinck, der Landesvorsitzende des NABU NRW.

„In der Atompolitik sind rasche Antrittsbesuche der neuen Umweltministerin in Belgien und Frankreich notwendig, um den grenzüberschreitenden Atomausstieg voranzutreiben. Gleichzeitig muss Ministerin Schulze einen sofortigen Exportstopp deutscher Brennelemente und Uranbrennstoffe an grenznahe Risikomeiler verfügen sowie ein schnelles Ende der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen einläuten. Wer die Belieferung gefährlicher Reaktoren zulässt, ist für etwaige Störfälle mitverantwortlich“, so Christina Burchert vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Mittlerweile haben fast eine halbe Million Menschen über die Ländergrenzen hinweg mit ihrer Unterschrift den Stopp der belgischen Rissereaktoren Tihange und Doel sowie der Brennelement-Exporte aus Deutschland gefordert. Die neue Bundesumweltministerin sollte hier zügig aktiv werden und sich nicht wegducken“, sagte Robert Borsch-Laaks von der Aachener Initiative 3 Rosen e.V., die die Petitions-Kampagne koordiniert.

„Weitere wichtige Baustellen sind die Beschleunigung des Atomausstiegs einschließlich der umgehenden Abschaltung der AKW Lingen und Grohnde sowie ein verbindlicher Verzicht auf die gescheiterten Atommüll-Endlagerprojekte Gorleben und Schacht Konrad. Atompolitisch ist deshalb auch ein frühzeitiges Spitzentreffen der Umweltministerin mit den Ländern NRW und Niedersachsen sehr wichtig“, so Kerstin Rudek von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Neue Klima- und Atomproteste:
– Am jetzigen Sonntag, 18. März, startet um 11.30 Uhr in der Unterstraße in Morschenich der 47. Waldspaziergang im Hambacher Forst unter dem Motto „Rote Linie – Wald statt Kohle“.
– Ebenfalls am Sonntag, 18. März, findet um 14 Uhr vor der Stadthalle in Ahaus eine Kundgebung gegen mögliche neue Castor-Transporte von Jülich und Garching ins Zwischenlager Ahaus statt.
– Am Karfreitag, 30. März, startet um 13 Uhr am Bahnhof in Gronau der diesjährige Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau. Motto: „Urananreicherung stoppen – Atomwaffen ächten“.
– Am Donnerstag, 26. April, werden Anti-Kohle- und Anti-Atom-Initiativen bei der Jahreshauptversammlung von RWE gemeinsam für den Ausstieg aus Kohle und Atom demonstrieren.
– Am Samstag, 9. Juni, beginnt um 13 Uhr am AKW Lingen eine überregionale Demonstration zur Brennelementefabrik Lingen unter dem Motto „Es reicht – Atomausstieg jetzt“.

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.nabu-nrw.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.dont-nuke-the-climate.org, www.3rosen.eu, www.buirerfuerbuir.de

Kontakt:
Christina Burchert (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel. 0171 – 2804110
Robert Borsch-Laaks (Initiative 3 Rosen, Aachen): Tel. 0241 – 59585
Andreas Büttgen (Initiative „Buirer für Buir“): Tel. 0173 – 5146141
Kerstin Rudek (BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg): Tel. 01590 – 2154831
Josef Tumbrinck (NABU NRW): Tel. 0171 – 3867379
Dr. Angelika Claußen (IPPNW): Tel. 0172 – 5882786
Jörg Schellenberg (Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie): Tel. 01577 – 4938099
Udo Buchholz (BBU / AKU Gronau): Tel. 02562 – 23125

Laufende Petitionen:
http://change.org/tihange-doel-DE
https://weact.campact.de/petitions/exportstopp-fur-brennelemente-nach-tihange
https://www.openpetition.de/petition/argumente/keine-brennelemente-aus-deutschland-fuer-tihange-co
https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
https://weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw

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gemeinsam zur Demo nach Lingen

Am nächsten Samstag den 09.09. findet die große Demo gegen die Brennstäbefabrik in Lingen statt. Wir laden euch ein günstig und ökologisch mit uns und der Bahn dort hin zu fahren. Wir treffen uns um 11:00 Uhr am Hbf Osnabrück und kaufen rechtzeitig 5er Niedersachsentickets. Studenten können mit dem Semesterticket fahren.
Der Zug startet um 11:19 Uhr ab Gleis 1.
Mehr Informationen zur Demo gibt es unter www.lingen-demo.de.

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Infoveranstaltung: Wie funktioniert die Brennstofflieferkette?

Am Dienstag den 29.08. um 19 Uhr werden AStA und Antiatominitiative der Uni Osnabrück über die Gründe für die Großdemo in Lingen am 9. September aufklären. Dr. Marco Briese wird in seinem Vortrag darüber referieren wo der Uranbrennstoff her kommt, wie er verarbeitet wird und was dies gesellschaftlich für uns bedeutet.
Stein des Anstoßes ist vor allem die Brennstäbefertigung in Lingen. „Diese Anlage wird auch nach unserem sogenannten Atomausstieg nicht abgeschaltet“, so Hannes Janott von der Antiatominitiative. „Dieser und weitere Fakten sind wenig bekannt und ich werde sie einem hoffentlich großem Publikum präsentieren“, bekundet Briese.
Die Veranstalter der Demonstration rechnen mit neuen Teilnahmerekorden. Bei der letzten Demo zum Thema waren etwa 700 Menschen anwesend.
Veranstaltungsort ist das „EW-Gebäude“ der Universität Osnabrück. (Seminarstraße 20 Raum E27)

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Bus zur Protestkette in Tihange/Belgien

Liebe Freundinnen und Freunde,
am Sonntag den 25.6. beteiligen wir uns an der 90 km langen Menschenkette zwischen Aachen und Tihange.
Anlass dafür ist die ständig steigende Gefährdung durch die Risse in den Atomanlagen in Tihange und Doel. Erst kürzlich wurden 70 neue Risse im Reaktor von Tihange entdeckt.
Organisiert wird die Menschenkette von einem überregionalen Bündnis aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Einen weiteren Überblick bietet die Seite:
https://www.chain-reaction-tihange.eu/de/
Wir haben einen Bus organisiert um uns an diesem Protest zu beteiligen. Er startet um 9 Uhr von der Weidenstraße/Weidencarree in Osnabrück.
Kosten: 15€
Solidarpreis: 25€
Ermäßigung nach eigenem Ermessen.Bitte meldet euch bei uns an.
info@antiatomgruppe-osnabrueck.de
Für diejenigen, die sich nicht anmelden, können wir leider keinen Platz garantieren. Wer sich aber nur kurzfristig entschließen kann, soll es trotzdem gerne versuchen.
Update Do. 22.06: Es sind noch immer Plätze frei! Kommt also mit und sagt auch euren Freunden bescheid.
Eure Antiatomgruppe Osnabrück
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6 Jahre Fukushima mahnt

Liebe Freundinnen und Freunde,

in einer Woche ist es wieder soweit: Der Jahrestag einer der weltweit größten Atom-Katastrophen steht an. Am 11. März vor 6 Jahren ereignete sich vor Japans Ostküste ein starkes Erdbeben. Dieses führte zu den Explosionen in dem AKW Fukushima Daiichi. Hätte der Wind nicht weite Teile radioaktiver Partikel nach Osten aufs Meer getrieben, wären die Auswirkungen wohl deutlich drastischer gewesen. Gegen das Vergessen zünden wir am Freitag den 10. März Kerzen an. Die Aktion findet einen Tag vorher um 18:00 Uhr am Nikolaiort statt. Dann wird in Japan seit zwei Stunden der 11. März sein. Etwa einen halben Tag vor dem damaligen großen Erdbeben. Kommt gerne dazu und zündet eure eigene Kerze an.
Noch immer wird allein in Deutschland täglich in acht Atomkraftwerken und Einrichtungen wie der Brennelementefabrik (Lingen) und der Urananreicherungsanlage (Gronau) hoch radioaktiver Müll produziert. Eine weitreichende Bedrohung für Millionen von Jahren. Die Antiatomgruppe Osnabrück ringt schon seit 2010 um den Atomausstieg und die ungelöste Endlagerfrage.
Wie es von Jochen Stay so schön formuliert wurde: „Weil Menschen alles Schreckliche gern und schnell vergessen, ist es an uns allen, die Erinnerung an dieses Desaster in Fukushima und seine zahllosen Opfer wach zu halten und dafür zu kämpfen, dass niemals wieder ein atomarer Super-GAU geschehen kann.“

Wir treffen uns jeden 2. Dienstag im Monat um 20 Uhr im Haus der Jugend. Kommt gerne bei uns vorbei und haltet einen Schnack mit uns.

Liebe Grüße
Eure Antiatomgruppe Osnabrück

— Update —

Inzwischen hat unsere Aktion stattgefunden. Wir waren guter Laune und freuen uns, über jeden dem es auch gefallen hat. 🙂photo_2017-03-11_17-23-48

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Vortrag – FÄSSER OHNE BODEN – Atommüllkommission am Ende … Konflikt ungelöst


Wir laden euch zu einem aufschlussreichen Vortrag von JOCHEN STAY zur ungeklärten Endlagerfrage ein:
FÄSSER OHNE BODEN – Atommüllkommission am Ende … Konflikt ungelöst!
Noch immer wird in acht Atomkraftwerken in Deutschland täglich hochradioaktiver Müll produziert – eine weitreichende Bedrohung für Millionen von Jahren. Ein sicheres Lager gibt es seit Beginn der Atomenergienutzung vor 60 Jahren nicht!
Eine Kommission des Bundestages hat sich jetzt Gedanken über das Suchverfahren für ein langfristiges Atommüllendlager gemacht … Weiterhin lagert hochradioaktiver Müll in 17 unsicheren Zwischenlagern in Deutschland: Keiner weiß wo hin damit!
Jochen Stay hat die Arbeit der Kommission kritisch begleitet und wird darüber ein Resüme ziehen.
Wer sich wie wir interessieren und engagieren möchte, komme am Di, 29.11. 19:00 Uhr zu dem Vortrag im EW-Gebäude der Universität Osnabrück – Seminarstraße 20 – Raum 15/E27!

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Vorstellung

Wir sind die Antiatomgruppe Osnabrück!

Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen über den Abbau von, sowie die verdeckten Geschäfte mit Uran zu informieren.

Mit dem oberflächlichen Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie werden die verheerenden Folgen jahrelangen und rücksichtslosen Gewinnstrebens deutlich:

– jahrzehnte strahlender Atommüll … Wohin???
– atomare Anlagen in Deutschland bleiben bestehen
– Investitionen in neue Atomanlagen außerhalb Deutschlands…( z.B. Hermesbürgschaft )

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Wir bleiben aktiv und können Deine Unterstützung gebrauchen!

Jeden 2. Dienstag im Monat treffen wir uns im Haus der Jugend um 20:00h.
Komm dazu und mach mit!

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Demonstration 29.10.16 – Uranfabriken schließen!

lingen-demo-2016Liebe Freundinnen und Freunde,

wir rufen euch zur Unterstützung der überregionalen Anti-Atom-Demo am Samstag, 29. Oktober, in Lingen auf. Dort befinden sich mit dem AKW Emsland (Lingen II) und der Brennelementefabrik zwei zentrale Atomanlagen, die erst Ende 2022 (AKW)bzw. gar nicht (Brennelementefabrik) stillgelegt werden sollen. Zusammen mit der ebenfalls vom Atomausstieg ausgenommenen Urananreicherungsanlage Gronau ist die Areva-Brennelementefabrik in Lingen eine zentrale Atomanlage zur Versorgung der westeuropäischen Atomkraftwerke, darunter kritische Schrottreaktoren wie Doel (Belgien) und Fessenheim sowie Cattenom (Frankreich). In Lingen und Gronau wird der Atomausstieg konsequent unterlaufen. Aber auch das immer marodere Pannen-AKW Grohnde liegt nicht weit entfernt. Doch von Atomausstieg ist weder in Niedersachsen noch in NRW etwas zu sehen.

Deshalb kommt am 29. Oktober nach Lingen! Wir müssen dieses Thema in der Gesellschaft präsenter machen.

Den Demo-Aufruf „Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen“ sowie erste Infos zu Anreise, Programm und Flyern/Plakaten findet ihr auf der Demo-Webseite: www.lingen-demo.de

Die Anreise:
Regionalbahn um 11:14 Uhr von Gleis 12
weiter in Rheine um 12:34 Uhr von Gleis 3

Wir werden teils mit dem Auto anreisen. Damit es insgesamt weniger Autos sind und sich mehr Leute während der Fahrt entspannen können, möchte wir gerne für euch Mitfahrgelgenheiten organisieren. Meldet euch einfach unter folgender Mailadresse info@antiatomgruppe-osnabrueck.de.

Wir freuen uns auf eine große Beteiligung am 29. Oktober und hoffen auf eure Unterstützung – seid dabei!

P.S.: Es wäre toll, wenn möglichst viele Gruppen den Aufruf offiziell unterstützen.
Mittlerweile tun dies überregional bereits über 120  Initiativen, Verbände und Parteigliederungen. Die Resonanz ist bislang sehr ermutigend, sodass die „letzte Festung der Atomindustrie“ (taz) eine bunte und lautstarke Anti-Atom-Demo erwartet. Auf der Demo-Webseite findet ihr eine Kontaktadresse für weitere UnterstützerInnen.

Flyer und Plakate könnt ihr auf der Demo-Webseite www.lingen-demo.de sehen und dann einfach bei Herbert Hoting, herbert.hoting@posteo.de, per Mail bestellen.

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Aufruf Fukushimademo 12.03.16

Fukushima 1 678Am 11. März jährt sich die Atomkatastrophe in Fukushima zum fünften Mal.
Wir rufen deshalb zusammen mit der Greenpeace-Gruppe Osnabrück zur Demonstration auf.
Fukushima war nur eines der zu häufigen und grausamen Beispiele in der Geschichte der Atomkraft. Auf einer Fläche, die 200 mal so groß ist wie Osnabrück, wurde 2011 in der Präfektur Fukushima alles radioaktiv verseucht. Die Bewohner wurden evakuiert und werden in ihrem Leben nicht wieder in ihre Heimat zurück kehren können. Wir wissen, dass der Mensch diese Technologie nicht sinnvoll kontrollieren kann und dennoch möchte Premierminister Abe in Japan die Atomkraftwerke wieder ans Netz nehmen und in Großbrittanien soll sogar ein Neubau mit Steuermitteln finanziert werden.
Wir drängen darauf, dass der Atomausstieg international voran gebracht wird und Länder die dabei Unterstützung benötigen diese erhalten. Außerdem fordern wir von der Bundesregierung, dass Deutschland seiner Vorreiterrolle gerecht wird, indem die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen in den Atomausstieg mit aufgenommen werden.
Die Demo wird am Freitag den 11.3. Samstag den 12.3. um 12:00 Uhr vor der Lagerhalle (Rolandsmauer 26) beginnen. Geplant ist ein Demozug durch die Innenstadt bis zum Jürgensort. Dort wird es eine Abschlusskundgebung mit einer Schweigeminute und Reden zu aktuellen Themen geben.

Außerdem wollen wir noch auf den Schweigekreis in Lingen aufmerksam machen. Diese Demonstration beginnt am Freitag den 11.3. um 18 Uhr vor dem Lingener Rathaus und dauert etwa eine halbe Stunde.

English follows:

On the 11th of March, the nuclear disaster in Fukushima marks the fifth time. Because of that we together with the Greenpeace group Osnabrück call for a demonstration.
Fukushima has been only one of the too many horrible examples of the history of nuclear power. In an area that is 200 times the size of Osnabrück, everything had been polluted. The inhabitants had to be evacuated and will not be able to live there in their lifetime again. We know that humans can not control this technology in a sensible way but still prime minister Abe wants to restart the nuclear power plants and the Brittish government even wants to fund a new nuclear power plant with tax money.
We urge a global nuclear phase-out and help for those countries that are in need. Furthermore we demand that Germany satisfies its leading role by shutting down the nuclear fuels production in Lingen and the uranium enrichment in Gronau. These two facilities have to become part of the German nuclear phase-out plan.
The demonstration will be held on Saturday 03/12 at 12 o’clock. It is planned to march through the city center and have speaches as well as having a minute of silence.

Also we want to draw attention to a demonstration in Lingen. It will be held on Friday 11th at 6 pm. and will last for half an hour. The demonstration will be a circle in which people are silent.

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Demonstration in Lingen 31.1.16: Keine Brennstäbe für das belgische Akw

Brennelemente – Transporte von Lingen nach Belgien und Frankreich stoppen !
Lingen ist ein international bedeutender Atomstandort im niedersächsischen Emsland. Für das 28 Jahre alte AKW Emsland ist die Abschaltung erst 2022 vorgesehen. Die benachbarte, altersschwache Brennelementefabrik der französischen Atomfirma Areva soll sogar unbefristet weiterlaufen. Dort wird der „Treibstoff“ für Atomkraftwerke in aller Welt hergestellt. So werden u.a. das belgische AKW Doel und die französischen AKW Fessenheim und Cattenom mit atomaren Brennelementen aus deutscher Produktion betrieben – allesamt Hochrisikoreaktoren, die ähnlich wie auch Tihange in den letzten Jahren durch ihre häufigen Störfälle in die Schlagzeilen geraten sind.

2015 forderten rund 130 Initiativen und Verbände in einer Resolution das sofortige Aus für die Atomanlagen in Lingen. (www.bbu-online.de) Aber: Bis heute findet der Atomausstieg in Lingen nicht statt!

Das AKW Emsland gefährdet durch seinen Betrieb permanent Millionen Menschen in Niedersachsen, NRW und den benachbarten Niederlanden. Hier in Lingen wird ständig neuer Atommüll produziert, der noch für Millionen von Jahren weiter strahlen wird. Die internationalen Urantransporte von und zur Brennelementefabrik gefährden darüber hinaus bundesweit die Menschen an den Transportwegen. Die Brennelementefabrik ermöglicht erst den Weiterbetrieb zahlreicher AKW weltweit. Ein Skandal, denn die deutsche Regierung schaltet zwar auf Druck der Bevölkerung deutsche Atomkraftwerke ab, ermöglicht aber durch die Lingener Hintertür weiterhin die Nutzung der tödlichen Technologie.

Damit muss jetzt Schluss sein! Wir fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in Deutschland, Belgien und Frankreich und anderswo!

Die Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung müssen die Export-genehmigung für die Brennelemente aus Lingen aufheben. Die Brennelementefertigung muss gestoppt werden. Die Betriebsgenehmigungen für die Brennelementefabrik in Lingen und das AKW Emsland müssen den Betreibern entzogen werden. Wir fordern Bundesumweltministerin Hendricks und Niedersachsens Umweltminister Wenzel auf, sich aktiv für einen Atomausstieg einzusetzen, der seinen Namen verdient hat.

Am Sonntag, den 31. Januar, wollen wir gemeinsam unseren Forderungen Nachdruck verleihen. In Lingen. Mit einer großen und kraftvollen Demonstration! Kommt alle! Und lasst uns gemeinsam Aufstehen gegen Atomkraft!
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Demonstration: Sonntag, 31.1.2016, 14 Uhr, Treffpunkt: Lingen Bahnhof
Von Münster aus wird ein Gruppe nach Lingen reisen. Diese wird um 13:05 Uhr mit dem Zug in Münster los fahren und um 13:54 in Lingen ankommen. Ob es eine Reisegruppe aus Osnabrück geben wird, ist derzeit noch unklar. Sollte sie zustande kommen, werdet ihr hier und auf Facebook darüber informiert werden. Anfragen können gerne an info@antiatomgruppe-osnabrueck.de gerichtet werden.

Zur Teilnahme an der Demonstration rufen folgende Organisationen auf (Stand 14.01.2016): Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, AntiAtomBonn, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Atomianer, Bündnis „Stop Tihange“, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Elternverein Restrisiko Emsland, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), SOFA Münster – Initiative für den sofortigen Atomausstieg, Antiatomgruppe Osnabrück.

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