Atomanlagen rund um Osnabrück

Die Friedensstadt Osnabrück befindet sich in nächster Nähe zu verschiedenen atomaren Gefahrenquellen:

78 Kilometer Luftlinie oder 57 Autominuten entfernt von Osnabrück steht im Westen die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco in Gronau. Die Anreicherung von Uran ist notwendig, um Atomkraftwerke mit Kernbrennstoffen zu versorgen.

Etwas weiter südlich, in einer Entfernung von 83 km oder 59 Autominuten liegt das atomare Zwischenlager Ahaus, in dem abgebrannte Brennelemente gelagert werden, bis sie eines Tages in ein Endlager verbracht werden können, wofür bis heute noch nicht einmal die Standortfrage geklärt ist.

62 Kilometer oder 56 Autominuten trennen die Stadt Osnabrück vom Atomkraftwerk Lingen II im Nordwesten. Dort in der Nähe befindet sich auch die Brennelemente Fabrik der AREVA und das stillgelegte Atomkraftwerk Lingen I.

Immerhin 116 Kilometer sind es bis zum Kraftwerk  Grohnde im südöstlich gelegenen Emmetal.

Der Hochtemperatur-Reaktor im 82 Kilometer Luftlinie entfernten, südlich gelegenen Hamm-Uentrop wurde bereits 1989 nach lediglich fünfjähriger Laufzeit wieder stillgelegt. Er enthält aber noch immer ca. 390 Tonnen radioaktive Anlagenbauteile und kann erst im Jahr 2027 endgültig abgerissen werden.