Gast-Redebeiträge bei den Montagsdemonstrationen

Toscho Todorovic, 2. Mai 2011

Guten Abend,

Ihr werdet mich als Entertainer kennen, als jemanden, der Musik macht, und Euch mit Liedern und launigen Sprüchen unterhält!

Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, bin ich auch ein politisch denkender Mensch, und als solcher wende ich mich heute an Euch!!

Heute Abend möchte ich Euch, die Ihr hier Woche für Woche gegen die falsche Atompolitik in diesem, unserem Lande protestiert, nicht mit neuen Informationen  langweilen.

Es ist doch schon alles gesagt worden! Mehrfach! Immer wieder!

Ausserdem gibt es keine neuen Argumente! Das hat die Sitzung der Ethikkommission eindrucksvoll gezeigt !

Oder, anders gesagt, die Argumente gegen Atomkraftwerke werden schon seit 40 Jahren immer wieder aufgezählt, und trotzdem sind sie gebaut worden und werden weiter betrieben.

Ich kann mich sehr gut an die Diskussionen erinnern, die ich als Jugendlicher – hier auf dieser Strasse – in den 60er und 70er Jahren mit Gleichaltrigen geführt habe.

Schon damals war uns Allen klar, was für eine schreckliche Gefahr von diesem Mist ausgeht!

Leider haben wir uns nicht gegen das Kapital und die Interessen der Energiemonopolisten durchsetzen können, und am Beispiel der Laufzeitverlängerung bewahrheitet sich wieder einmal der alte Spruch

Geld regiert die Welt!

Das sieht man doch an Besten daran, das sich die wahren Kosten des Atomstroms nicht im Energiepreis wiederspiegeln.

Ich frage :

Wer wird die Entsogung bezahlen?

Wer wird in tausenden und abertausenden von Jahren die Endlager unterhalten und finanzieren?

Das beste Beispiel ist doch die Asse!

Die Firmen, die damals beauftragt wurden den Müll dort einzulagern, haben schöne, dicke Rechnungen geschrieben und viel, viel Geld verdient.

Nun existieren diese Firmen nicht mehr!

Und wer bezahlt jetzt, dass der Mist wieder rausgeholt werden, und ordnungsgemäß entsorgt werden muss, wobei die Frage ,wie eine ordnugsgemässe Entsorgung aussieht, noch lange nicht geklärt ist .

Das bezahlen nicht die Stromerzeuger, die den ach so günstigen und sauberen Atomstrom herstellen, sondern Wir, die Allgemeinheit, mit unseren Steuergeldern!!

Auch andere Atomkraftbegeisterte Regierungen haben keine Lösungen.

Die Sowjets,zum Beispiel, haben ihre atomgetriebenen U Boote nicht ordnugsgemäss entsorgt, sondern einfach im Nordmeer versenkt, wo sie vor sich hinrosten…..

Ich sehe da eine große Katastrophe auf uns zukommen!

Ich will nicht mehr diskutieren! Es ist alles gesagt worden !

Ich bin´s leid!

Wegen der unabsehbaren Gefahren jetzt und für kommende Generationen fordere ich, dass die AKWs abgeschaltet werden.

Und zwar schnell!!

Abschliessend frage ich mich , warum die Kundgebung hier stattfindet?

Gibt es nicht einen passenderen Ort dafür? Z.B. auf dem Marktplatz, oder, noch besser , gleich um die Ecke des Platzes, vor dem La Vie !


Superintendent Friedemann Pannen, Evangelischer-lutherischer Kirchenkreis Osnabrück, 2. Mai 2011


„Jetzt den Ausstieg aus der Atomenergie zu fordern, ist billig!“ Das schleuderte mir vor wenigen Tagen ein Gesprächpartner mit Blick auf kirchliche Verlautbarungen zum Thema Atomausstieg in jüngster Zeit entgegen. Er kritisierte, dass Kirchenvertreter ja nicht die Folgen des Ausstiegs zu tragen hätten und deshalb in seinen Augen diesen leichtfertig fordern würden. Und die Neue Osnabrücker Zeitung kommentierte am 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auf Seite 1: der rasche Ausstieg aus der Kernenergie brauche Machbarkeitsstudien.

Meine Damen und Herren, wer mit solchen Disqualifizierungen oder Forderungen den überfälligen Atomausstieg madig machen will, der handelt m.E. verantwortungslos. Nicht wer den Ausstieg fordert, sondern wer Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängert, muss sich die Frage stellen, ob er billig handelt, weil er die Folgen der Entscheidung auf andere abwälzt.

Wo waren denn die Machbarkeitsstudien über die Entsorgung des atomaren Mülls, als die Kernenergie eingeführt wurde? Wer hat denn die Folgen des so genannten Restrisikos offen und ehrlich diskutiert? Da musste erst menschliches Versagen zur Katastrophe von Tschernobyl und eine Naturkatastrophe zu dem Unglück von Fukushima führen, damit es jetzt ernsthaft zu einer Neuberwertung des Themas Restrisiko kommt.

Von denjenigen, die sich immer schon und jetzt wieder lautstark für den Ausstieg aus der Kernenergie einsetzen, Machbarkeitsstudien zu erwarten oder ihnen billiges Handeln vorzuwerfen, das ist ein Skandal.

Ich habe als Gemeindepastor 1992 in der Nähe von Gorleben begonnen. 1994 rollte nach langer Zeit wieder ein Castor ins Wendland. In meiner Zeit als Seelsorger habe ich erlebt, wie ein atompolitischer Riss durch die Bevölkerung ging. Quer durch Familien, Berufsgruppen, die Geschlechter, jung und alt entfachte die wieder aufflammende Debatte um das Gorlebener Lager alte Streitigkeiten.

Ich habe als Konfliktschlichter in einem Kessel von Demonstrierenden mitgewirkt. Habe erlebt, was es heißt einer martialisch anmutenden Polizei gegenüber zu stehen, aber auch wie hoch explosiv die Stimmung unter den vor allem jugendlichen Demonstrantinnen und Demonstranten sein kann.

Bei all dem, was ich in dieser Zeit erlebt habe, habe ich ein Argument der Bürgerinitiative nicht vergessen: Der Atommüll muss irgendwohin, das steht außer Frage. Es kann auch sein, dass Gorleben dazu der am besten geeignete Standort ist. Aber es ist und bleibt unverantwortlich, eine Technik nicht nur versuchsweise, sondern serienmäßig zu betreiben, von der man bis heute noch nicht weiß, wohin mit dem Müll, den diese Technik produziert. Ein Ausstieg aus der über einen unvorstellbar langen Zeitraum Atommüll produzierenden Technik, ein solcher Ausstieg ist m.E. die Voraussetzung für die Akzeptanz eines atomaren Endlagers, wo auch immer in Deutschland.

Die Ev. Landeskirche Hannovers klagt gegen die weitere Erkundung des Salzstocks in Gorleben. Sie will damit u.a. deutlich machen, dass eine solche Erkundung nach Atomrecht zu geschehen hat und nicht – wie bislang – nach Bergbaurecht. Nur eine atomrechtliche Betrachtung garantiert eine angemessene Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie würde auch alternative Standorte mit in den Blick nehmen.

Spätestens aus Stuttgart 21 haben wir doch gelernt, dass kritische Großprojekte nur mit einer Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durchsetzbar sind. Das muss auch für Gorleben gelten. Deshalb appelliere ich an alle Verantwortlichen, erkunden Sie Gorleben nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sondern schaffen Sie eine breite und kritische Bürgerbeteiligung.

Meine Damen und Herren, wer heute den Ausstieg aus der Atomenergie fordert, handelt nicht billig. Billig hat gehandelt, wer diese Technik ins Laufen gebracht hat, ohne eine Antwort auf die Frage zu haben, wohin mit dem Atommüll. Das ist meine Lehre aus meiner Zeit im Wendland. Sie ist heute noch so aktuell wie vor 20 Jahren.

1995 und dann noch einmal 1997 habe ich im Auftrag der Landeskirche die Region Gomel in Weißrussland besucht. Ich war verantwortlich für die Tschernobylarbeit unserer Kirche. Dort habe ich Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Staates und der jeweiligen Partnerorganisationen geführt und an einem Symposium zum 10jährigen Bestehen der Tschernobylhilfe teilgenommen.

Ich habe in diesem am stärksten von dem atomaren Fall out des havarierten Atommeilers von Tschernobyl betroffenen Gebiet erlebt, was die Folgen einer solchen Katastrophe sind. Ich habe Behinderteneinrichtungen besucht, Krankenhäuser gesehen, medizinische Hilfe und Ferienaufenthalte in Deutschland organisiert. Auch wenn über die Zahlen der Erkrankungen und Todesfolgen der Tschernobylkatastrophe immer noch gestritten wird: wer die Kinder von Tschernobyl gesehen hat, braucht keine weitere Statistik über steigende Schilddrüsen- oder Leukämieerkrankungen, über zunehmende pränatale Behinderungen oder erhöhtem Krebsrisiko.

Heute diskutieren wir das Restrisiko der Atomtechnik. Das ist gut und wichtig. Aber vor 25 Jahren habe ich in den Augen der Kinder von Tschernobyl gesehen, was Restrisiko bedeutet. Brauchte es wirklich noch einer Katastrophe, um jetzt hoffentlich mit der notwendigen Stringenz, die Frage nach dem Restrisiko zu beantworten?

Wir brauchen keine Machbarkeitsstudien zum Atomausstieg. Wir hätten längst Machbarkeitsstudien zur Beherrschung des sog. Restrisikos benötigt. Dann hätten wir nämlich erkannt, dass wir bloß meinen, eine technische Errungenschaft zu beherrschen, die aber niemals beherrschbar ist, weil wir mit menschlichen Fehlern rechnen müssen und mit Naturkatastrophen, deren Ausmaß nicht vorhersehbar sind.

Eine Technik, deren Restrisiko über einen so unvorstellbar langen Zeitraum Gefahren für diese Schöpfung beinhaltet, wie die Atomtechnik, ist nicht zu verantworten! Um dies deutlich zu machen, stehe ich heute für die Evangelische Kirche Osnabrück mit Ihnen hier.

Meine Damen und Herren, billig ist die Forderung des Atomausstiegs also nicht. Machbarkeitsstudien brauchen wir auch nicht. Aber, das will ich zum Schluss betonen: nur den Ausstieg zu fordern, greift natürlich auch zu kurz.

Denn wer den Ausstieg aus der Kernenergie fordert, muss sich auch die Frage nach seinem persönlichen Lebensstil, vor allem nach seinem Energieverbrauch stellen. Neben allem Ausbau regenerativer Energiegewinnung, bleibt die Energieersparnis eine der wesentlichen Voraussetzungen, um den Ausstieg so schnell wie möglich realisieren zu können. Dazu helfen uns auch neue Technologien. Dazu hilft uns aber vor allem, wenn wir unser Verhalten ändern. Jede und jeder von uns ist gefragt, seinen und ihren Lebensstil darauf hin zu überprüfen, wo wir Energie einsparen können.

Auch wir als Kirche stellen uns dieser Aufgabe. Wir bauen, wo möglich, auf die Gemeindehäuser Solaranlagen, fördern die energetische Sanierung der kirchlichen Gebäude und beziehen im Kirchenkreis Osnabrück Strom von einem Anbieter, der ganz auf regenerative Energiequellen setzt.

Nur wenn wir unseren Lebensstil ehrlich bilanzieren, ist die Forderung nach einem raschen Ausstieg aus der Atomenergie nicht billig.

Climate Justice Action Osnabrück, 4. April 2011

In den letzten Tagen hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Hauptgegner in Deutschland für den Atomausstieg und eine Energiewende RWE heißt.

Mit der Klage gegen das Atommoratorium der Bundesregierung hat RWE ungeschminkt gezeigt, das einzig das rücksichtslose Erwirtschaften von Profit für die Aktionäre das Ziel des Konzerns ist. Dabei spielen andere vitale Lebensinteressen von Menschen, zukünftigen Generationen und der Natur keine Rolle.

Doch RWE steht nicht nur durch seine Atomkraftwerke einer Energiewende im Weg, sondern ist als einer der größten Netzbetreiber und Betreiber des Rheinischen Braunkohlenreviers ein entscheidender Gegener einer dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung.

Was haben RWE und Osnabrück miteinander zu tun?
Das Atomkraft in Lingen, welches RWE betreibt ist ca. 60 km von Osnabrück entfernt, somit befindet sich Osnabrück noch Evakuierungskreis im Falle eines Supergaus in Lingen.

RWE betreibt das Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren. Gleichzeitig besitzt RWE ein Regionalcenter am Goethering.

Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Jürgen Großmann gehört die Georgsmarienhütte Holding GmbH und ist u.a. der Träger des Negativpreises „Dinosaurier des Jahres 2010“ für seine Lobbyarbeit und Beeinflussung der Bundesregierung für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke.

„Mit seiner hemmungslosen und provozierenden Beeinflussung der Bundesregierung für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die im Spätsommer in einer von ihm initiierten Anzeigenkampagne gipfelte, hat sich Herr Großmann den Preis in diesem Jahr redlich verdient“ (NABU-Präsident Olaf Tschimpke).

Ein wichtiger Netzwerkort Großmanns befindet sich direkt hinterm osnabrücker Rathaus – das „La Vie“. Es ist ein Gourment-Restaurant der Extraklasse, welches sich Großmann als strategisches Privatvergnügen leistet, um dort in erlauchter Runde Essen zu veranstalten. Großmann nutzt das Restaurant für Arbeitsessen und läd mehrmals im Jahr zum „Salon de la vie“ mit Referenten aus Politik und Wirtschaft ein.

Die Stadtwerke Osnabrück, welche zu 100% im Besitz der Stadt Osnabrück sind, haben u.a. in den Bau des Kohlekraftwerks Hamm investiert, welches zu 50 % von RWE betrieben wird.

Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Osnabrück war 25 für die RWE AG tätig und kommt aus G.M.-Hütte.

Es geht nicht darum Atom- und Energiepolitik als ein rein personalisiertes Problem zu sehen, denn das Grundübel liegt in den Konzernstrukturen und unserer kapitalistischen Wirtschaftsweise, die egoistisches Verhalten gegenüber der Allgemeinheit belohnt.

Doch Wachsamkeit und Schaffung von Transparenz sind Grundvoraussetzungen um Lobbyismus einen Riegel vorzuschieben. Deswegen ist es wichtig den Lobbyfilz der unsere Politik durchzieht sichtbar zu machen.

Die Zukunft ist dezentral, kommunal und erneuerbar!
Ein langfristiges Ziel muss die Verstaatlichung/Auflösung von RWE und die Dezentralisierung und Rekomunalisierung der Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren sein

Viele denken Verstaatlichung von RWE. Zerschlagen seines Netzes – das wird nie klappen.

Enteignungen gibt es heute auch schon, bloß auf der falschen Seite, z.B. wenn Grundstückebesitzer für Flughafenerweiterungen oder Autobahnen enteignet oder zwangsentschädigt werden. So wurde z.B. auch der BUND im Rheinischen Braunkohlerevier enteignet, um mit dem Braunkohlentagebau fortschreiten zu können.

Verstaatlichung von Banken klappt heute auch schon, da sie angeblich systemrelevante Funktionen haben. Dabei handelt es ich meist nur um die Sozialisierung von Verlusten auf Kosten der Allgemeinheit.

Dieser Trend muß durchbrochen werden, das sich kleine Minderheiten auf Kosten der ganzen Gesellschaft bereichern, und Leben und zukünftige Generationen gefährden. Eine dezentrale Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren ist systemrelevant für das Leben auf der Erde. Diese wirkliche Energiewende hin zu einer regenerativen und dezentralisierten Stromversorgung ist mit den monopolistisch organisierten Stromkonzernen insbesondere mit RWE nicht zu machen. Deswegen muss der ursprünglich aus dem Zusammenschluss von kommunalen Energieversorgern entstandene RWE-Konzern in seine originäre Struktur rückabgewickelt werden. Deswegen fordern wir neben dem sofortigen Atomausstieg auch die Entflechtung und Rekommunalisierung des RWE-Konzerns.

Was können wir nun konkret tun um dem Atomausstieg und der Energiewende näher zu kommen?
Wir können uns lokal für eine Energiewende engagieren. Das könnte z.B. heißen die osnabrücker Energiegenossenschaft Nwerk (http://nwerk-eg.de), welche auf 100% Erneuerbare in Bürgerhand setzt, zu unterstützen und darin zu investieren.

Bei der Energieversorgung der Zukunft können die Stadtwerke eine wichtige Rolle spielen. Deswegen ist es wichtig weiter Druck auf die Stadtwerke ausüben, damit sie auf 100 % Erneuerbare umsteigen, und nicht nur Greenwashing betreiben. Das Kerngeschaft ist derzeit bei den Osnabrücker Stadtwerken noch dreckig und das auch perspektivisch mit den Beteiligungen an den Steinkohlekraftwerken Lünen und Hamm.

Ein weitere wichtige Aktionsmöglichkeit um den Druck auf RWE zu erhöhen ist an der geplanten  Blockade der Jahreshauptversammlung am 20.04.2011 in Essen teilzunehmen. Weitere Infos unter: http://rweabschalten.blogsport.de
Auch klima- und anti-atombewegte Menschen aus Osnabrück möchten sich an der Aktion beteiligen. Das Vorbereitungstreffen findet hierfür am 14.04. 19:00 Uhr im SubstAnZ (Frankenstr. 25a) statt. Mehr Infos unter: http://mensch.coop/activist_bar

Als Blick über den Tellerrand ist das Klimacamp im Rheinischen Braunkohlerevier vom 28.08.-04.09.2011 zu empfehlen. Das Rheinische Braunkohlerevier mit seinen Kraftwerken wird von RWE betrieben und ist der größte CO2-Produzent von Europas. Die Seite zum Camp ist bald erreichbar unter: http://klimacamp2011.de

Der langfristige SuperGAU in Form eines beschleunigten Klimawandels muß verhindert werden.

Klaus Kuhnke vom Solarenergieverein Osnabrück, 4. April 2011

(unvollständiger Mitschrieb)

Harrisburg – Tschernobyl – Fukushima:  Nie wieder!

Wir bezeugen unseren Respekt vor den Arbeitern und Ingenieuren vor Ort, die versuchen, noch zu retten, was zu retten ist und vor den Menschen in der Umgebung der japanischen Atomkraftwerke.

Unser Respekt und unsere Anteilnahme gilt ebenso den Opfern und den Betroffenen des Erdbebens und des Tsunamis in Japan.

Unsere Anteilnahme und unsere Solidarität gehen nach Japan, unser Engagement und unseren Kampfgeist brauchen wir hier

–        gegen Laufzeitverlängerungen alter Atomkraftwerke

–        gegen den Betrieb veralteter und unsicherer Zufallsreaktoren

–        für sauberen Strom ohne Kohle und Atom

–        für erneuerbare Energien jetzt

–        für 100 prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien

–        Deutschland ist erneuerbar

–        Dafür kämpfen wir. Lasst es uns zusammen tun. Jetzt.

Die Japaner sind weder dumm noch einfältig, noch für Korruption bekannt.

Sie sind in

-Technologie

– Engeneering

– Sicherheit

– Kontrolle

– administrativer Überwachung

– politischer Überwachung

Mindestens so gut wie wir.

Hier ist seitens von uns Deutschen überhaupt keine Arroganz am Platze.

Wer sagt “Das kann bei uns nicht passieren” – der lügt!

Frau Dr. der Naturwissenschaften Dipl. Phys. Angela Merkel, setzen Sie Ihre ach so seriösen Energieberater von EON, Vattenfall, RWE und EnBW vor die Tür!

Lassen Sie sich von diesen Hasardeuren,

– die von

  • Restrisiko 1: 1000 000 000 000
  • Versorgungspolitischer Notwendigkeit
  • Zukunftsfähigkeit der Atomenergie

geschwafelt haben

–        die für Ihren Profit unser aller Gesundheit und die unserer Kinder aufs Spiel setzen

–        von diesen  energiewirtschaftlichen Halsabschneidern

nicht mehr umgarnen.

Sorgen Sie dafür, dass diese rücksichtslosen Geschäftemacher keinen Fuß mehr ins Kanzleramt setzen und steigen Sie aus aus der Atomenergie.

Heute mit den alten unsicheren Klamotten, morgen ganz raus aus der Atomenergie und rein in die Erneuerbaren: mit Vollgas!

Schluss jetzt mit dieser unbeherrschbaren Technik!

–        mit dem so genannten “Restrisiko”, das uns öfter als alle 20 Jahre eine Katastrophe beschert

–        mit den Beschwichtigungen, den Lügen und Desinformationen

–        mit dem Betrieb der maroden, unsicheren und veralteten museumsreifen Reaktoren in Deutschland mit der energiepolitischen Augenwischerei durch die Energiekonzerne

Schluss jetzt mit der Atomkraft!

Für sauberen Strom ohne Kohle und Atom

Für 100 % erneuerbare Energien

Deutschland ist erneuerbar und dafür kämpfen wir. Es lohnt sich.