Wir trauern um Conny

ConnyUnser Freund und Mitstreiter Conny ist am 14.2. gestorben. Uns fällt es sehr schwer angemessene Worte dafür zu finden. Deshalb möchten wir uns diesem Text anschließen, der schon auf vielen Webseiten und in vielen Mails aufgetaucht ist.

ConnyWir, einige Gefährt_innen und Freund_innen von Conny, haben uns zusammen gesetzt und versucht Worte zu finden für etwas, wofür es keine Worte geben kann.

Wenn ein Mensch stirbt, stirbt ein ganzes Universum …

Es fühlt sich an, als hätte die Welt aufgehört, sich zu drehen und wir werden Zeit brauchen, bis wir begreifen, was passiert ist. (Angemessene Worte lassen sich dafür nicht finden.)

Wir trauern um unseren Mitstreiter und Freund Conny, Konrad Wolking, der am Wochenende tödlich verunglückte.

Conny war nicht nur ein guter Mensch (mit Ihm könnte man Pferde stehlen, aber er würde an seinem Arbeitsplatz nicht mal einen Bleistift mitnehmen, es sei denn er wüsste, dass eine Anti-Atom Gruppe den braucht), auf den man sich immer verlassen konnte, auch aus unserem Widerstand gegen Atomanlagen ist er nicht wegzudenken. Er wusste wofür und wogegen er kämpft. Seine Zuversicht und sein Wille sich gegen das unmenschliche, babylonische System zu stellen war unerschütterlich.

Conny war in der Anti-Atom-Gruppe Osnabrück, im Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, im Orga-Team der letztjährigen Anti-Atom-Camps und darüber hinaus aktiv. Er nahm ganze Gruppen von Aktivist*innen bei sich auf und war für jede Aktion zu haben. Die Thematisierung der Brennelementefabrik in Lingen wäre ohne Conny in den letzten Jahren so nicht möglich gewesen. Ob Technik, Interview, Bündnistreffen, Blockade oder Transportbeobachtung – unermüdlich war er im Einsatz gegen Atomkraft. Conny war hilfsbereit, sympathisch und immer mit einer guten Idee da, wenn er gebraucht wurde. Viel zu viele Pläne können wir jetzt nicht mehr gemeinsam umsetzen.

Uns ist bewusst, dass alles was wir schreiben auf Menschen, die Conny nicht gekannt haben belanglos wirken mag. Alle Versuche, Worte für Todesfälle zu finden, befinden sich in diesem Dilemma. Was wir über den Einzelfall hinaus vielleicht dann doch ausdrücken können ist, dass unser Widerstand ganz maßgeblich von der Initiative, Leidenschaft und Stärke der darin agierenden Individuen abhängt und damit der Verlust jeder einzelnen Person einen bedeutenden Einschnitt darstellt – politisch und persönlich. Conny, du wirst uns fehlen.“

Hier noch Statements Einzelner aus unserer Gruppe:

Fotos

„Conny gehört zu den wenigen Leuten, die nach Fukushima den Kopf nicht wieder in den Sand gesteckt haben, sondern am Ball geblieben sind. Mit schier unerschöpflicher Energie hat er Aktionen auf die Beine gestellt, die den ganzen Atomwahnsinn – vom giftigen Atomabbau bis zum katastrophalen Umgang mit dem Atommüll – ins Bewusstsein der Öffentlichkeit brachten. Jetzt ist es leider wohl zu spät, um im dafür danke sagen zu können …“ – Renate Heise

„Wir machen uns keine Illusionen: Ohne Conny wird es schwer, aber aufgeben kommt nicht in Frage. Für mich war Conny Vorbild in Sachen Anstrengung und Zuverlässigkeit. Über die Zeit hinweg, in der wir zusammengearbeitet haben, glaube ich, dass wir soetwas wie Freunde geworden sind.“ – Hannes

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Lingen – Perspektiven-Treffen 8.11.2014

Hallo,
zu einem Perspektiven Treffen zu den 4 (VIER!) Atom-Anlagen in Lingen möchte wir am 8.11.14 von 12Uhr bis 18Uhr alle einladen zu einem offenen Meinungsaustausch.
Die bisherigen Anmeldungen sind recht überschaubar, und bestehen hauptsächlich aus Menschen die sich in den letzten Jahren an Aktionen in Lingen beteiligt haben. Nach Rücksprache mit einigen „Organisatoren“ haben wir entschieden uns in 49594 Alfhausen zu treffen.
Es gibt schon einige Ideen wie im nächsten Jahr die Arbeit in Lingen aussehen könnte. Insbesondere Gruppen hätten dann eigene Gestaltungsmöglichkeiten und können eigene Schwerpunkte setzen. Deshalb bitte wir um rege Teilnahme insbesondere von BI’s und Gruppen damit die Möglichkeiten untereinander abgesprochen werden können.

Am Samstag Mittag gibt es eine ÖPNV Verbindung von Osnabrück Hbf. nach Alfhausen:
11:01 NWB Gleis 13 bis Bersenbrück, in BSB um 11:35 den Bus Linie 670 nehmen. Ausstieg in Alfhausen-Kirche, dann in den Kirchhof gehen zu Haus-Nr.8. Für die Rückfahrt gibt es keinen Bus mehr, aber aus Erfahrungen gibt es immer Menschen die andere Teilnehmer zu den Bahnhöfen in Bramsche oder Bersenbrück mitnehmen. Notfalls wird es einen Shuttle geben.
Für alle die Individuell anreisen bitte wir die Parkplätze um die Kirche zu benutzen und in den Innenhof der Kirche zu Haus-Nr.8 zu gehen.

Für Rückfragen: antiatom-os@gmx.de

Zur groben Planung bitten wir um Anmeldung an lingen@nirgendwo.info

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Dreckige Geschäfte Uranabbau und die Folgen

Am Dienstag den 24.06.2014 wird Almoustapha Alhacen zum Abschluss seiner Vortragstour in Lingen aus seiner Heimat dem Niger von den hier wenig bekannten Auswirkungen des angeblich „sauberen“ Urangeschäfts berichten.
Um 15Uhr startet ein Fahrrad-Korso vom Bahnhof Lingen zur Brennelmentefabrik.
Um 19Uhr wird im Kolpinghaus Lingen (Burgstraße 25) Almoustapha von seiner Arbeit in den Uranminen, den zahlreichen Umweltzerstörungen und den Problemen bei der Stilllegung der Minen berichten.
Unterstützt wird diese Aktion von BIs aus dem Münsterland, dem Wendland und Osnabrück.
Wenn Ihr gerne Teilnehmen möchtet und z.B. ein Fahrrad benötigt meldet euch bei antiatom-os(ät)gmx.de
Den kompletten Aufruf als Flyer und Plakate zum lesen und verbreiten findet ihr hier: Lin24.6.2014

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Urananreicherung in Gronau – Bombentechnik – Atommüll – Kein Ende

Am Montag, den 16. Juni um 19:00 Uhr lädt die Anti-Atom-Gruppe Osnabrück zu einer Veranstaltung im Haus der Jugend/Teeraum (Große Gildewart 6) ein. Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen kommt nach Osnabrück um über die Hintergründe der Urananreicherung in Gronau und den aktuellen Stand der Verkaufspläne zu informieren.
Das deutsch-niederländisch-britische Unternehmen Urenco kann aus der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage im münsterländischen Gronau jedes 10. AKW weltweit mit Atombrennstoff zur Brennelementefertigung versorgen. Neben der Brennelementefabrik in Lingen, ist Gronau ebenso wenig vom Atomausstieg betroffen und teilt sich mit Lingen den Hotspot an Urantransporten. Die Atommüllentsorgung ist völlig ungeklärt – noch in diesem Jahr soll in Gronau ein neues Lager für den rapide wachsenden Atommüllberg in Betrieb gehen, zeitlich unbegrenzt!
Zudem stellt die verwendete Zentrifugen-Technologie den “einfachsten Weg zur Atombombe” dar. Aktuell wollen die bisherigen Anteilseigner der Urenco, darunter die defizitäre RWE, und EON, ihre Anteile mit Zustimmung der Bundesregierung meistbietend verkaufen. Anstatt die Urananreicherung in Deutschland zu beenden, riskiert die Bundesregierung eine Weiterverbreitung der zivil-militärisch nutzbaren Urananreicherungs-Technologie. Bei dem geheimen Uran-Deal soll nicht einmal der Bundestag eingeschaltet werden.

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AKW Emsland: RWE investiert 26 Millionen in Risikotechnologie

16.05.2014

Pressemitteilung

AKW Emsland: RWE investiert 26 Millionen in Risikotechnologie

Das AKW Emsland in Lingen wird am heutigen Freitag (16.05.2014) für anstehende Revisionsarbeiten vom Netz genommen. Wie bei jeder Revision wird es auch dieses Mal zu einer erhöhten radioaktiven Belastung der Abluft gegenüber dem Normalbetrieb kommen Es werden 44 der 193 Brennelemente ausgetauscht, dabei werden auch wieder höchst gefährliche und umstrittene plutoniumhaltige MOX-Elemente eingesetzt. Als Hauptinvestition gibt RWE an, wesentliche Komponenten der Dampfturbine zu erneuern um die Leistung des AKW zu steigern. Dass RWE in diesem Zusammenhang von „grünen Megawatt“ spricht, ist nach Ansicht der Anti-Atomkraft-Initiativen reine Augenwischerei!

Gefährliche Experimente mit MOX-Brennelementen

Besonders kritisieren die AtomkraftgegnerInnen den Einsatz der MOX-Brennelemente. Geringste Spuren des hoch-toxischen Plutoniums können tödlich sein. Dabei sind RWE die Probleme mit den MOX-Elementen bekannt, weshalb der Konzern den Einsatz im AKW Gundremmingen zunächst 2012 abgebrochen hat. Es gab immer wieder Probleme mit Verformungen und der Dichtheit der Brennelemente. Auch das Verhalten bei einer Schnellabschaltung ist problematisch. Dass im AKW Gundremmingen nun erneut die hochbrisanten MOX-Brennelemente experimentell getestet werden, zeigt nach Ansicht der AtomkraftgegnerInnen, dass RWE jedes Mittel nutzt um seine Defizite zu verringern. „Das gefährliche Experiment in Gundremmingen gehört beendet und darf in Lingen nicht fortgesetzt werden“ so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz. Die AtomkraftgegnerInnen fordern den niedersächsischen Umweltminister auf, den Einsatz dieser hochgefährlichen Technologie zu
unterbinden. Regionale Anti-Atomkraft-Initiativen, auch aus den Niederlanden, sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz fordern zudem grundsätzlich von der Landesregierung in Hannover, dass diese zukünftig den Betrieb des AKW Emsland untersagt.

Energie-Dino RWE verschläft und blockiert Energiewende

„Anstatt dass der defizitäre Monopolist in das AKW Emsland investiert, welches als Großkraftwerk wohl nur noch wenig Gewinne generieren kann, sollte RWE das Geld in wirklich grüne Energieerzeugung investieren“ fordert Konrad Wolking von der Anti-Atomgruppe Osnabrück. „RWE hat es bis jetzt verschlafen, sich den Gegebenheiten des Marktes und den Erfordernissen der Energiewende anzupassen. Statt noch in die Risiko-Technologie zu investieren, sollte RWE das AKW stilllegen um weiteren Atommüll zu vermeiden.“ Erklärt Wolking. Erst in der letzten Woche hatten die Stromkonzerne mit ihrer Bad-Bank für AKW und Atommüll offenbart, dass sie die Kosten der Atommüllentsorgung scheuen. Ob die Rücklagen zur Atommüllentsorgung bei RWE aufgrund der finanziellen Situation von RWE verfügbar sind, muss hinterfragt werden.

Während das AKW in Lingen auf Höchstleistung getrimmt wird, mottet man das erst 2010 in Betrieb gegangene Lingener Gaskraftwerk ein. Damit torpediert RWE die Energiewende: Im Gegensatz zu Gaskraftwerken sind Atomkraftwerke völlig unflexibel und lassen sich nicht an wechselnde Leistungen der erneuerbaren Energien anpassen. Das Fazit der Anti-Atom-Initiativen und des BBU: RWE hat es verpasst sich dem Image eines unbeweglichen Dinosauriers zu entledigen, viel mehr unternimmt RWE alles um dieses Bild zu verfestigen. Dabei hat die Geschichte gezeigt:
Es haben sich nur anpassungsfähige Vertreter ihrer Spezies als überlebensfähig erwiesen, der Rest ist Geschichte.
Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird weiterhin dazu beitragen, dass Atomkraftwerke und Atomanlagen allgemein, und speziell in Lingen das AKW Emsland und die dort befindliche Brennelementefabrik, möglichst sofort stillgelegt werden.

Weitere Informationen unter:
http://www.antiatomgruppe-osnabrueck.de
http://www.bbu-online.de
http://laka.org

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Anti-Atom-Gruppe Osnabrück
Atoomvrijstaat Volkel / NL
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
Milieudefensie Uden/Heesch / NL

Kontakt für Rückfragen:
Konrad Wolking (Anti-Atomgruppe Osnabrück): Tel. 0171/5005000
Udo Buchholz (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz: Tel. 02562-23125

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Ostermarsch Gronau – Kommt mit uns mit!

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Liebe Freundinnen und Freunde,

wie allgemein bekannt, hat die Urananreicherung nicht nur eine zivile, sondern auch eine militärische Seite. Gerade die Urenco, die in Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage betreibt, hat in den 1970er-Jahren durch laxe Sicherheitsvorkehrungen dazu beigetragen, dass die Zentrifugentechnologie zur Urananreicherung über Pakistan (Dr. Khan) nach Nordkorea und in den Iran weitergereicht wurde. Heute präsentiert die Bundesregierung die Urenco – wider besseren Wissens – in Stellungnahmen zu parlamentarischen Anfragen gerne als Musterknaben in Sachen Nichtverbreitung … Schon der angekündigte Verkauf der Urenco bedeutet de facto jedoch eine weitere Verbreitung der Atomwaffentechnologie. Der Chef der Entsorgungskommission der Bundesregierung, Micheal Sailer, sagte dazu am 2. April 2013 in der taz: „Die Urananreicherung ist der einfachste Weg zur Atombombe.“

Da liegt es nahe in Gronau gemeinsam mit der Friedensbewegung gegen die zivile und militärische Dimension der Urananreicherung zu demonstrieren – und dieses Jahr geschieht dies wieder in Form eines Ostermarsches:

Wir rufen euch auf, am 18. April (Karfreitag) um 12.30 Uhr zum Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau zu kommen. Auftakt ist am Haupttor der UAA, Röntgenstraße. Vom Bahnhof in Gronau wird es dazu einen Shuttle-Bus zur UAA geben und natürlich zurück zum Bahnhof (Details folgen).

Man kann auch mit dem Zug anreisen. Dies wird von der Osnabrücker Friedeninitiative (OFRI) organisiert.
10 Uhr Treffpunkt Hauptbahnhof Osnabrück, Gleis 1, 10.19 Uhr Abfahrt,
Umstieg Münster (an 10.55 Uhr, ab 11.08 Uhr),
Gronau Ankunft 12.04 Uhr.

15.44 Uhr Abfahrt Bhf Gronau,
Umstieg Münster (an 16.44 Uhr, ab 17.03 Uhr),
Osnabrück Ankunft 17.39 Uhr.
(Es werden gemeinsam preisgünstige NRW-Tickets gekauft)
Anmeldung bei Johannes Bartelt: Tel.: 0541/28104 + 0170 6917 390 oder gruene-os-land@osnanet.de

Einige von uns werden den Ostermarsch mit Spendensammeln unterstützen. Wer Interesse hat, kann dies auch tun.
Um pünktlich da zu sein werden wir deshalb mit dem Auto anreisen. Um Fahrgemeinschaften zu bilden und/oder mitzuhelfen wendet euch bitte vertrauensvoll an antiatom-os[at]gmx.de oder info@antiatomgruppe-osnabrueck.de.

Den offiziellen Aufruf findet ihr unter www.ostermarsch-gronau.de – dort könnt ihr auch als Initiative und/oder als Einzelperson den Aufruf unterstützen oder genauere Infos zum Ablauf erhalten.

Die Demo in Gronau steht aktuell zudem im Zeichen der drohenden Eröffnung des neuen Uranoxid-Dauerlagers für 60.000 Tonnen Uranoxid.
Interessant ist Gronau für uns auch deshalb, da viele Transporte mit radioaktivem Material, die mit der Urenco in Zusammenhang stehen, durch Osnabrück fahren.
Kommt zahlreich mit, damit wir wieder Bilder ähnlich dem oben produzieren können.

Eure Antiatomgruppe Osnabrück

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Luftballonaktion – „Pass bloß auf!“

Am Samstag den 16.11.2013 findet am Atomkraftwerk Lingen/Emsland, und an fünf weiteren aktiven AKWs eine bundesweite Störfall-Luftballonaktion unter dem Motto: „Pass bloß auf!“ statt. Um 5vor12 steigen überall 500 Luftballone auf.
Mit dieser Aktion wollen wir zeigen wie sich die radioaktive Strahlung bei einem großem Störfall ausbreiten könnte. Aus fachlichen Untersuchungen und Erfahrungen wissen wir, dass die Ausbreitung viele hundert Kilometer betragen kann. In den geltenden Katastrophenschutzplänen sind jedoch Evakuierungen nur innerhalb eines 10 km Radius vorgesehen. Ein Supergau wie in Fukushima ist dort überhaupt nicht berücksichtigt. Allein im 75km Radius um das AKW Lingen/Emsland leben 2,5 Millionen Menschen. Die Radioaktivität breitet sich innerhalb von wenigen Stunden je nach Windverhältnissen in einem Radius von mehreren 100 km aus. Eine rechtzeitige Evakuierung ist nicht möglich.
Alle Atomkraftwerkbetreiber haften zusammen für alle AKWs mit nur 2,5 Milliarden Euro. Der Schaden beträgt jedoch hunderte Milliarden Euro. Keine Versicherung bezahlt den Schaden. Dies Bedeutet das es im Katastrophenfall keine Entschädigung für den entstandenen Verlust geben wird.
Und: Bei einem Supergau an einem AKW ist gegen die radioaktive Strahlung keine medizinische Hilfe möglich.
Deshalb fordern wir die sofortige Abschaltung vom AKW Lingen/Emsland und allen noch im Betrieb befindlichen Atomkraftwerken.

Wir bitten euch am 16. November, ab mittags, und an den Tagen danach, darauf zu achten, ob einer der Luftballons bei euch auftaucht. Teilt den Fundort dann mithilfe der Postkarte direkt online auf www.atomalarm.info ein oder sendet die Postkarte an die aufgedruckte Adresse zurück.

Übrigens: bei einer vorangegangenen Aktion am AKW Neckarwestheim stellte sich heraus das die meisten Ballons innerhalb von 3 Stunden im Bereich von 50 bis 100 km gemeldet wurden.
Weitere Infos zu dieser Aktion findet ihr ebenfalls auf der Seite www.atomalarm.info, Dort könnt ihr auch die Verbreitung der Störfall-Ballone verfolgen.

Informiert bitte Euer Umfeld, damit unsere Aktion ein Erfolg werden kann.

*Wer am 16.11. in Lingen diese Aktion aktiv unterstützen möchte meldet sich bitte unter
antiatom-os@gmx.de oder 0171/5005000

Für die Störfall-Aktion sind wir auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Spenden bitte auf folgendes Konto:
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Kontonummer: 357730701
Bankleitzahl: 40164618 (Volksbank Wettringen)
Betreff: Lingen
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Antiatomcamp Metelen

Da der letzte Beitrag dazu aus dem Februar stammt hier noch mal der Aufruf.

Vom 19.Juli 2013 bis 27.Juli 2013 wird in Metelen das Antiatomcamp stattfinden. Es wird dort reichlich Gelegenheit geben sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und gegen Atomkraft aktiv zu werden.
Wenn ihr Schwierigkeiten haben solltet dort hin zu kommen, so könnt ihr euch hier melden. Es wird sich bestimmt jemand finden, der euch mit nimmt. Andersherum könnt ihr auch gerne Mitfahrgelegenheiten anbieten.

weitere Infos gibt es unter: http://antiatomcamp.nirgendwo.info/

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Golden Misabikos Besuch bei Areva und Urenco

Golden Misabiko vor den Toren der Urenco

Golden Misabiko vor den Toren der Urenco

Wird in Gronau und Lingen möglicherweise illegal abgebautes Uran aus dem Kongo verarbeitet?

Der kongolesische Umwelt- und Menschenrechtsaktivist Golden Misabiko hat die beiden deutschen Uranfabriken im emsländischen Lingen (Niedersachsen) und im westfälischen Gronau (NRW) in Augenschein genommen. Dazu traf er sich an der Urananreicherungsanlage in Gronau und an der Brennelementefabrik in Lingen mit Mitgliedern örtlicher Umweltorganisationen. Golden Misabiko hat an der Entstehung des Films „Atomic Africa“ mitgewirkt, der kürzlich vom WDR ausgestrahlt wurde. Der afrikanische Umweltschützer ist derzeit Gast bei verschiedenen Organisationen. In den letzten Tagen berichtete er u. a. in Osnabrück und Münster über die Gefahren des Uranbergbaus, die Ortstermine in Lingen und Gronau ergaben sich dabei fast zwangsläufig.

Die Zustände beim weltweiten Uranbergbau werden immer schlimmer. Wertvolles Trinkwasser wird zum Auswaschen des Urans benutzt, radioaktive Giftschlämme und Stäube des Uranbergbaus gefährden Mensch und Umwelt. Afrikanische Nichtregierungs-Organisationen, die sich gegen diese Zustände zur Wehr setzen, werden bedrängt. Golden Misabiko wurde in seinem Heimatland wegen seinen Dokumentationen verhaftet und kam erst durch massive Interventionen von Menschenrechtsorganisationen und von Hillary Clinton aus dem Gefängnis frei. Atomenergie wird in der Bundesrepublik als angeblich „saubere“ Energie dargestellt. Golden Misabiko dagegen informiert darüber, dass der Uranbergbau, und damit auch die Nutzung der Atomenergie, ein dreckiges Geschäft ist.

Nur eingeschränkte Informationen über den Uranbergbau im Kongo

Über den Uranbergbau im Kongo gibt es nur eingeschränkte Informationen. Bekannt ist, dass die USA das Uran für die Atombomben, die über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, aus dem Kongo stammte. Offiziell ist derzeit der Uranbergbau im Kongo verboten, dennoch wird weiterhin im Kongo Uran in verschiedenen Erzverbindungen gefördert und exportiert. Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert: „Die deutsche Bundesregierung und die EURATOM Supply Agency verschleiern die Herkunft des Urans, das für den Betrieb deutscher Atomkraftwerke genutzt wird.“ (http://www.ippnw.de/atomwaffen/gesundheitliche-folgen/uran/artikel/2bbe23ac c8/deutschland-verschleiert-uranherkunf.html).

An der Gronauer Urananreicherungsanlage zeigte sich Golden Misabiko darüber geschockt, das in der Anlage erhebliche Uranmengen aus verschiedenen Ländern verarbeitet werden, obwohl auch hierzulande die Umweltschäden des Uranabbaus aus dem Wismut-Uran-Bergbau bekannt sind und die Bundesrepublik sich angeblich im „Atomausstieg“ befindet. In Gronau wird derzeit pro Jahr das Uran für den Betrieb von etwa 35 Atomkraftwerken angereichert und größtenteils ins Ausland exportiert.

Gemeinsam Uranbergbau und Uranfabriken stoppen!

Bei dem Pressetermin an der Gronauer Urananreicherungsanlage stand die Frage im Raum: Wird möglicherweise auch in Gronau Uran aus dem Kongo angereichert und später (bzw. nur) in Lingen zu nuklearen Brennstoffen weiter verarbeitet? Golden Misabiko wird mit Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW und Niedersachsen weiterhin im Kontakt bleiben, um gemeinsam eine Antwort auf diese Frage zu finden. Zudem bestand Einigkeit darüber, dass auch die Uranfabriken in der Bundesrepublik Deutschand sofort gestoppt werden müssen, um damit auch den Uranabbau, egal in welchem Land, einzudämmen.

Während Misabiko sich in Lingen uneingeschränkt informieren konnte, mussten sich er und andere Umweltschützer/innen unmittelbar nach der Ankunft an der Gronauer Urananreicherungsanlage gegenüber vom Werkschutz herbeigerufenen Polizisten ausweisen. Alle Anwesenden wurden zusätzlich durch Videokameras der Polizei observiert. Eine Rechtsgrundlage für diese Überwachung konnte die Polizei den UmweltschützerInnen nicht nennen.

Immer wieder Polizeikontrollen bei Presseterminen an der Gronauer Urananreicherungsanlage

An der Urananreicherungsanlage kommt es bei Presseterminen der Anti-Atomkraft-Initiativen immer wieder zu Polizeikontrollen. „Sinnvoller wäre eine Überprüfung, ob in Lingen und / oder Gronau Uran aus dem Kongo verarbeitet wird“, so die Anti-Atomkraftinitiativen in einer Pressemitteilung. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, aus welchen Ländern die Betreiber der Uranfabriken in Lingen und Gronau ihr Uran erhalten und unter welchen Bedingungen es dort abgebaut wird“, fordert Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Abschließend weisen die Anti-Atomkraft-Initiativen darauf hin, dass im Kongo nicht nur der Uran-Bergbau in der Kritik steht. Ebenfalls ein gravierendes Thema ist der Coltan-Bergbau. Menschrechtsorganisationen prangern dabei die Kinderarbeit an. Coltan ist für die Produktion von Mobiltelefonen von Bedeutung.

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Atomic Africa

Uranbergbau, Atomindustrie & Widerstand in Afrika
Film und anschließend Diskussion
Wann? 11. Juni 2013 um 19 Uhr
Wo? Spitzboden – Lagerhalle Osnabrück

In aller Welt versucht die Atomindustrie uns ihren Strom als sauber und klimafreundlich zu verkaufen. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Im aktuellen Film des Autor, Regisseurs und Kameramann Marcel Kolvenbach zeigt wie schmutzig das Geschäft mit dem Uranabbau in Afrika ist.

Golden Misabiko ist Aktivist in der Afrikanischen Vereinigung für den Schutz der Menschenrechte (ASADHO) und der African Uranium Alliance. Er veröffentlichte in seinem Heimatland 2009 einen Bericht über die Folgen des Uranabbaus durch den französischen Konzern AREVA und wurde daraufhin verhaftet. Nur aufgrund internationaler Proteste wurde Golden Misabiko aus der Haft entlassen. Er musste sein Land jedoch verlassen. Nun lebt er in Südafrika, weist unermüdlich auf die Folgen des Uranabbaus hin und benennt die Verantwortlichen.

Die AREVA-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich der Atomtechnik. AREVA ist nicht nur im Kongo, sondern u.a. auch in Mali und Niger aktiv. Der Konzern ist dort der größte Arbeitgeber im Land, die Uranmine die weltweit größte. Rund um die Städte Arlit und Akokan sollen sich mittlerweile ca. 35 Mio. Tonnen Abraum türmen, jährlich sollen einige 100.000 Tonnen hinzukommen. KritikerInnen werfen der AREVA vor, die Gesundheit der Menschen zu gefährden und die Umgebung radioaktiv zu kontaminieren.

Die Zustände um den Uranbergbau werden zunehmend schlimmer und die NGOs in Afrika und anderen vom Uranbergbau bedrohten Regionen, die sich dagegen zur Wehr setzen, werden bedrängt. Sie brauchen dringend internationale Solidarität.

Wir wollen auf den viel zu wenig beachteten Uranbergbau und seine Gefahren aufmerksam machen. Nicht zuletzt wird das in Afrika und anderen Regionen der Welt unter oft haarsträubenden Bedingungen nach neokolonialem Muster abgebaute Uran z.B. in der AREVA Brennelementfabrik in Lingen oder der URENCO Urananreicherungsanlage in Gronau weiterverarbeitet. Von dort wird es in Form von Brennstäben für den Betrieb von AKWs in alle Welt transportiert, um dann als Jahrmillionen strahlender Atommüll anzufallen, der nirgendwo sicher eingelagert werden kann.

Der Film wird von der Anti-Atom-Gruppe Osnabrück unterstützt vom Aktionszentrum 3.Welt, der Osnabrücker Klimaallianz, Attac und terre des hommes AG Osnabrück gezeigt.

Pressekontakt:

Konrad Wolking

antiatom-os(ätt)gmx.de

0171/5005000

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